Medizin auf Reisen-so wird´s ein gesunder Urlaub!

 In Allgemein

Hallo, meine Lieben!

Heute möchte ich Euch Tipps vom Profi an die Hand geben! Mit der Apothekerin Marlies Scheller  von der  Park-Apotheke in Schwabach sprach ich über die richtige Vorsorge für einen rundum sicheren und gesunden Urlaub. https://www.park-apotheke-schwabach.de/

 FD: Frau Scheller, ich freue mich, dass Sie sich zu dem Gespräch bereit erklärt haben!

MS: Herzlich gerne! Medikamente auf Reisen ist ein großes Thema, über das es wahnsinnig viel zu erzählen gibt. Wir werden sicher nicht alles vollständig abhandeln können, aber wir zu erzählen gibt. Wir werden sicher nicht alles vollständig abhandeln können, aber wir werden hoffentlich einen guten Überblick verschaffen können.

FD: Was gehört in eine Reiseapotheke?

MS: Grundsätzlich sollte die Reiseapotheke alle gängigen Medikamente enthalten, die Sie auch in Ihrer Hausapotheke vorrätig halten. Das sind typischerweise Schmerz- und Fiebermittel, Medikamente gegen Durchfallerkrankungen und Erkältungs- und Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, zur Versorgung von Insektenstichen und Verletzungen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Dazu kommen individuell benötigte Medikamente wie z.B. Mittel gegen Allergien, Augen- und Ohrentropfen und natürlich die tägliche Medikation (für Diabetes, Bluthochdruck, Asthma usw.). Je nach Reiseziel, medizinischer Versorgung vor Ort und Art der Reise macht es Sinn, weitere Medikamente und Präparate zu ergänzen, wie z.B. Insektenschutz oder Trinkwasserdesinfektion.

FD: Welche Regelungen muss man bezüglich der Sicherheitskontrolle am Flughafen beachten?( Strahlenschutz, was darf wo transportiert werden #Handgepäck/ Aufgabegepäck)

MS:  Arzneimittel können sowohl im Handgepäck als auch im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Alle dringend benötigten Arzneimittel wie z.B. Mittel gegen Allergien oder Asthma sollten im Handgepäck mitgeführt werden, außerdem hitze- und kälteempfindliche Wirkstoffe wie z.B. Insuline, Antikörper oder Interferone, gegebenenfalls mit Kühlung.. Außerdem macht es Sinn, abschwellende Nasentropfen für Unterstützung beim Druckausgleich auf Flugreisen und ggfs. auch etwas zur Befeuchtung der Schleimhäute währende des Fluges einzupacken. Homöopathika und ähnliche Produkte, die ihre Wirkung im Wesentlichen über Schwingungen erklären, sollten grundsätzlich im Handgepäck transportiert werden, da das Aufgabegepäck mit stärkerer Strahlung untersucht wird.Für flüssige Medikamente im Handgepäck gilt die gleiche Regelung wie für andere Flüssigkeiten – es dürfen Abfassungen mit maximal 100 ml pro Stück im durchsichtigen Plastikbeutel mit einem Fassungsvermögen von maximal 1 Liter mitgeführt werden. Nadeln, Scheren usw. gehören nicht ins Handgepäck, da sie sonst bei der Kontrolle aussortiert werden. Die meisten Hersteller geben an, dass die Durchleuchtung am Flughafen für ihre Medikamente kein Problem darstellt. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will – zum Beispiel bei Homöopathika – kann diese in Strahlenschutzbeutel verpacken oder das Flughafenpersonal um Sichtüberprüfung bitten.

Was ist hinsichtlich der Medikamente für chronisch Kranke bei Flugreisen zu beachten? (spezielle Regelungen, Bescheinigung des Arztes etc.)

MS: Spritzen sollten der Fluggesellschaft vor Reiseantritt gemeldet werden, damit es keine Probleme gibt. Ggfs. werden diese dann während des Fluges vom Kabinenpersonal verwahrt und dem Fluggast bei Bedarf ausgehändigt.

Ärztlich verschriebene Betäubungsmittel dürfen als Reisebedarf in einer angemessenen Menge an deutschen und europäischen Grenzen ein- und ausgeführt werden. Betäubungsmittel brauchen für Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens eine dazu passende vom Arzt ausgefüllte Bescheinigung, die von der obersten Landesgesundheitsbehörde beglaubigt werden muss und eine Gültigkeit von 30 Tagen hat.

Für Reisen mit Betäubungsmitteln außerhalb des Schengenabkommens empfiehlt sich ebenfalls eine beglaubigte Bescheinigung. Informationen und Vordrucke sollte jede Apotheke zur Verfügung stellen können, ansonsten kann man alle Informationen dazu auch beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte finden.

Da es auch mit anderen Medikamenten als Betäubungsmitteln im Ausland Probleme geben kann, empfiehlt es sich grundsätzlich, eine ärztliche Bescheinigung mitzuführen, auf der Art und Menge der benötigten Medikamente genau beschrieben sind.

Weitere länderspezifische Besonderheiten bei der Ein- und Ausreise mit Arzneimitteln kann man bei der jeweiligen zuständigen Botschaft in Deutschland erfragen. man bei der jeweiligen zuständigen Botschaft in Deutschland erfragen. man bei der jeweiligen zuständigen Botschaft in Deutschland erfragen.

FD: Gibt es verbotene Medikamente?

MS: Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die in unterschiedlichen Ländern verboten sind und zu Problemen führen können, also kein pauschales Ja. In arabischen Ländern wird meines Wissens Codein (bei uns Bestandteil in einigen verschreibungspflichtigen Hustenmedikamenten) als Droge angesehen. Ritalin ist ebenfalls in einigen Ländern problematisch, um nur zwei Beispiele zu nennen. Daher raten wir grundsätzlich, sich vor Reiseantritt genau die Bestimmungen des Ziellandes anzuschauen und bei Bedarf mit dem zuständigen Arzt oder der Apotheke Rücksprache zu halten.

Hustenmedikamenten) als Droge angesehen. Ritalin ist ebenfalls in einigen Ländern problematisch, um nur zwei Beispiele zu nennen. Daher raten wir grundsätzlich, sich vor Reiseantritt genau die Bestimmungen des Ziellandes anzuschauen und bei Bedarf mit dem zuständigen Arzt oder der Apotheke Rücksprache zu halten.

Vorsicht geboten ist übrigens auch bei der Wiedereinreise nach Deutschland. Hier gilt zusätzlich zu beachten, dass gefälschte Medikamente, Stoffe, die auf der Dopingliste stehen oder den Bestimmungen zum Artenschutz unterliegen, gar nicht eingeführt werden dürfen. Auskunft darüber gibt z.B. der Zoll.

FD: Wie sieht es mit der Menge aus? Gibt es eine Begrenzung?

MS: Wenn alle anderen Voraussetzungen geklärt sind, sollte die mitgeführte Menge plausibel und wirklich für den Eigenbedarf bestimmt sein. Viel zu große Mengen können wieder zu Missverständnissen führen.

FD:  Wer kann einem verbindlich sagen, welche Regelung in welchem Land zu beachten ist und: Weiß ein Apotheker so etwas?

MS: Gut geschulte Apothekenteams haben Zugang zu entsprechenden Information und

können weitreichend beraten. Ausserdem kann – wie schon erwähnt – die jeweilige zuständige Botschaft Auskunft geben und, je nach Thema, auch andere Stellen wie z.B. das Auswärtige Amt oder das Tropeninstitut.

FD: Welche Regelung gilt für Naturheilmittel?

MS: Für Naturheilmittel gilt die gleiche Regelung wie für andere Medikamente – solange sie keine verbotenen oder bedenklichen Stoffe enthalten, in plausibler Menge und klar gekennzeichnet (am besten in der Originalverpackung mit Beipackzettel) transportiert werden, sollte es keine Probleme geben.

FD: Wie sieht eine naturheilkundliche Reiseapotheke aus?

MS: Eine naturheilkundliche Reiseapotheke enthält Mittel für alle am Anfang aufgeführten Beschwerden, nur eben auf anderer Basis. Je nach Vorliebe kann diese pflanzlich,homöopathisch oder noch anders aufgestellt sein. Es gibt sogar fertige Mäppchen mit homöopathischen Hausapotheken, die prima auf Reisen verwendet werden können, wenn man sich mit diesen Mitteln auskennt.

FD: Für welche Auslandsreisen sind Impfungen zu empfehlen?

MS:  Die Impfempfehlungen richten sich wieder nach dem Zielort und der Art der Reise. Je nach Reiseland sind manche Impfungen Voraussetzung für die Einreise. Zum Beispiel braucht man für manche Länder eine Bescheinigung über eine vorhandene Gelbfieberimpfung Empfehlungen gibt es u.a. beim Auswärtigen Amt, dem Tropeninstitut und vielen weiteren Stellen, natürlich auch in der Apotheke. Wer unter einfachen Bedingungen reist, für den empfiehlt sich die eine oder andere Impfung mehr, je nach Ziel kann das z.B. Hepatitis, Typhus, Tollwut o.ä. sein.

FD: Welche Vorsichtsmaßnahmen sind sonst noch sinnvoll?

MS: Wichtig ist, sich 2-3 Monate bereits intensiv mit dem Reiseziel auseinanderzusetzen, um evtl. erforderliche medizinische Vorbereitungen wie Impfungen noch rechtzeitig abschließen zu können, oder sich – wenn nötig – um eine Malariaprophylaxe zu kümmern, die auch bereits vor Reiseantritt begonnen wird. Außerdem empfehlen wir, zu Hause Informationenzu hinterlassen, welche Reiseroute genommen wird und wie man am Reiseziel erreichbar ist.

Und anders herum sollte man auf der Reise Informationen zu Kontaktpersonen zu Hauseoder benötigten Medikamenten mit sich führen. Werden regelmäßig Medikamente genommen, sollte man sich dringend vor Reiseantrittdamit beschäftigen, wie sich Reisen in andere Zeitzonen auf die Einnahme auswirken.

Wenn sich der Tag durch die Reise verkürzt, braucht z.B. ein Diabetiker weniger Insulin, wenn derTag durch die Reise länger wird, benötigt er u.U. eine extra Dosis. Auch hier gibt es wieder viele verschiedene Fälle, für die man Informationen in der Apotheke erhalten kann.

FD: Frau Scheller, ich bedanke mich für dieses sehr interessante Gespräch!

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